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Konzeptpapier[96K]

Unterstützung

Folgende Gruppen und Vereine unterstützen bisher das Konzeptpapier:
amnesty international Gruppe 1571 (Bergstraße)
Antiquariat Alvermann und Geier
Attac Bergstraße
Autorenkollektiv Laufkundschaft
DGB-Jugend Südhessen
Junge GEW Bergstraße
Jusos Bensheim
Jugendbündnis gegen Rassismus Bergstraße
KreisSV Bergstraße
KJG St. Georg Bensheim
KSC-Bensheim e.V.
Kultur Kollektiv Bergstraße e.V.
PRISMA – Jugend- und Drogenberatung für den Kreis Bergstraße
SV des AKG Bensheim
SV der Liebfrauenschule
SV der Geschwister- Scholl-Schule
SchwuBs

Konzeptpapier

Selbstverwaltetes Kultur- und Jugendzentrum in Bensheim

1. Bedarf

Durch seine große Anzahl weiterführender Schulen und seine zentrale Lage ist Bensheim Lebensmittelpunkt vieler Jugendlicher aus der gesamten Region. Bensheim bietet leider für Jugendliche kaum Alternativen zu kommerziellen Freizeitgestaltungsangeboten wie Theater, Kneipen, Kino oder Diskotheken. Auch gibt es in der größten Stadt im Kreis Bergstraße wenig Möglichkeiten, Freizeit aktiv, kreativ und selbstbestimmt zu gestalten und sich in die Kultur und Jugendpolitik einzubringen.
Das in dieser Stadt vorhandene kreative und ehrenamtliche Potenzial findet bisher kaum Entfaltungsmöglichkeiten. Ein selbstverwaltetes Kultur- und Jugendzentrum bietet Jugendlichen und kulturell Interessierten vielfältige Gelegenheiten zur Realisierung von Ideen und Projekten und fördert somit dieses Potenzial. Ein solches Zentrum wäre für viele Jugendliche der Region Begegnungsort mit Angeboten zu sinnvoller Freizeitgestaltung und der Möglichkeit zur Eigeninitiative und sozialem Engagement.
Der Bedarf an Angeboten der offenen Jugendarbeit wurde in den letzten Jahren durch die Neugründung vieler Jugendzentren und Jugendtreffs in anderen Städten nachdrücklich bestätigt. Diese Einrichtungen tragen dazu bei, positive Lebensbedingungen für Jugendliche zu gestalten sowie soziale und kulturelle Entfaltungsmöglichkeiten zu schaffen und zu erhalten.

2. Zielsetzung

Ein selbstverwaltetes Kultur- und Jugendzentrum bietet Räume, in denen Jugendliche und kulturell Interessierte selbstbestimmt aktiv tätig sein, Musik machen, Konzerte veranstalten, Kunst schaffen, gemeinsam lernen, sich austauschen, versammeln, miteinander reden und streiten können. Somit wäre das selbstverwaltete Kultur- und Jugendzentrum eine kulturelle Bereicherung und eine Alternative zu gängigen Freizeit- und Vergnügungsmöglichkeiten.
Mit einem breitgefächerten Aktivitäten- und Angebotsspektrum soll dort den vielfältigen Jugendkulturen eine Plattform für deren verschiedene Ausdrucksformen gegeben werden.
Durch die demokratische Selbstverwaltung im Kultur- und Jugendzentrum lernen Jugendliche selbst Verantwortung zu übernehmen und haben die Möglichkeit, neue Erfahrungen zu machen, Toleranz und Kompromissfähigkeit zu entwickeln. Zudem werden umfangreiche praktische Kompetenzen, z.B. beim organisieren von Konzerten, beim Arbeiten in Werkstätten und Ateliers etc. erworben.

3. Organisation

Trägerschaft

Die Trägerschaft über das Kultur- und Jugendzentrum übernimmt der Förderverein für ein selbstverwaltetes Kultur- und Jugendzentrum in Bensheim e.V.. Der von ihm gewählte Vorstand übernimmt die rechtliche Vertretung des Vereins. Der Verein schließt mit der Stadt Bensheim einen Nutzungsvertrag über die ihm zur Verfügung gestellten Räume ab. In diesem sind die für beide Seiten verbindlichen Rahmenbedingungen über die Raumnutzung fixiert. Durch den Nutzungsvertrag wird dem Verein das Hausrecht übertragen. Der Vorstand des Vereins ist, soweit dies für einzelne Bereiche durch die Vollversammlung nicht an andere Personen übertragen wurde, Ansprechpartner für die Stadt, die weiteren Nutzer der Räume sowie der Anwohner.

Interne Organisation

Die wöchentlich stattfindende öffentliche Vollversammlung ist das Kerngremium der demokratischen Strukturen im Kultur- und Jugendzentrum. Sie soll allen NutzerInnen die Möglichkeit geben, Wünsche, Ideen und Anregungen in die Arbeit des Jugendzentrums einzubringen. In der Vollversammlung werden Beschlüsse getroffen und die im Kulturzentrum anfallenden Arbeiten und deren Ausführung koordiniert.
Die Verantwortung für den offenen Betrieb an den Öffnungstagen wird dem jeweiligen „Thekendienst“ übertragen. Er übt das Hausrecht aus, übernimmt die Aufsichtspflicht und ist für die Einhaltung der Jugendschutzbestimmungen verantwortlich.
Zur Organisation bestimmter Angebote im Jugendzentrum gründen sich Arbeitsgruppen. Diese übernehmen die Planung und Realisierung von Projekten und sind der Vollversammlung rechenschaftspflichtig.

Raumbedarf

Für die Ausgestaltung eines attraktiven Kultur- und Jugendzentrumsbetriebes sind folgende Räume notwendig:
Konzert- und Caféraum min. 90 m² / min. 3 m hoch
Bücherei 20 m²
Büro 15m²
Kursraum 25 m²
Werkstatt / Atelier 25 m²
Küche 15 m²
Abstellraum 10 m²
Proberäume (3-4) je etwa 15 m²
Sanitäre Anlagen
Außenbereich (Hof oder Vorplatz)

Das Kultur- und Jugendzentrum sollte zur Vermeidung von Lärmbelästigung abseits von Anwohnern, jedoch möglichst zentral gelegen und mit ausreichend Parkplätzen ausgestattet sein.

Finanzierung

Die gesamten Kosten für Bewirtschaftung und die Finanzierung des Kulturprogramms und der Einzelveranstaltungen werden vom Förderverein getragen. Diese finanzieren sich aus dem Cafébetrieb, Eintrittsgeldern von Veranstaltungen und Mitgliedsbeiträgen des Fördervereins.
Die Investitionskosten für die Umgestaltung der Räume werden von der Stadt übernommen. Innenraumgestaltung und kleinere Renovierungsarbeiten können durch den Förderverein ausgeführt werden.
Für die Erstausstattung des Kultur- und Jugendzentrums mit Theke, Musikanlage, Bestuhlung und Spielgeräten werden Gelder durch Stadt und Kreis zur Verfügung gestellt. Ein Zuschuss durch das Kreisjugendamt kann über den Förderverein beantragt werden.
Die Räume werden dem Verein kostenfrei auf Grundlage eines Nutzungsvertrages zur Verfügung gestellt. Die Betriebskosten (Heizung, Strom, Wasser) werden von der Stadt übernommen. Ein Zuschuss durch das Kreisjugendamt ist möglich.